2023 | © DAV-Sektion Mülheim/M. Cremer
© DAV-Sektion Mülheim/M. Cremer

Wir sagen DANKE

FÜR MITARBEIT UND UNTERSTÜTZUNG

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Ressort Kommunikation

2023 war das erste Jahr "nach Corona", wenn es das überhaupt gibt. Denn das Virus existiert weiter. Nur ist es inzwischen Bestandteil unseres Alltags geworden. Für den Mülheimer Alpenverein bedurfte es im Übrigen einiger Anstrengungen, um wieder in den Sektionsalltag zu finden. Alle Aktiven und Kooperationspartner*innen haben sich dafür ordentlich ins Zeug gelegt. Danke dafür!

Viel Arbeit war bei unterschiedlichsten Projekten gefordert. So schritt die Digitalisierung der Sektion weiter fort, auch Dank einer Förderung im Rahmen des EFRE-REACT-EU-Förderprogramms "Digitalisierung gemeinnütziger Sportorganisationen". Mittlerweile steht Mitarbeitenden des Mülheimer Alpenvereins mit der Verwaltungs- und Kommunikationsplattform DAV360 ein umfängliches Werkzeug zur Verfügung, um ehrenamtlich wirken zu können - modern und bequem. Doch zu Ende ist es noch nicht. In den kommenden beiden Jahren sollen eine neue Mitgliederverwaltung sowie weitere Module für die Ausleihe und das Tourenmanagement integriert werden. Auch das Portal mein.alpenverein für unsere Mitglieder wird weiter ausgebaut werden. Schon in diesem Jahr konnte hier der digitale Mitgliedausweis bereitgestellt werden.

Schon im Frühjahr konnte die Erweiterung des Insektenhotels am Mintarder Alpenbach abgeschlossen und in Betrieb genommen werden: das neue Sandarium. Damit lässt der Komplex nun kaum Wünsche unseres Klientels offen. Der Artenvielfalt im Insektenreich am Alpenbach sind also keine Grenzen gesetzt. Doch nicht nur hier engagierte sich die Sektion für Natur- und Umweltschutz. Auch die Mitarbeit im Mülheimer KlimaBündnis, einer Plattform für Vereine, Initiativen und Bürger*innen, um Mülheims Weg in die Klimaneutralität zu begleiten, konnte intensiviert werden. Inzwischen werden hier einmal monatlich Informationen, Ideen und Vorschläge ausgetauscht, sodass das Bündnis auch bei der Kommunalpolittik und -verwaltung Anerkennung erfährt. Intern war der Mülheimer Alpenverein übrigens intensiv damit beschäftigt, seine Emissionen zu bilanzieren - mit dem Ziel, spätestens 2030 klimaneutral zu agieren.

Natürlich betrifft dieses ambitionierte Ziel auch die Liegenschaften der Sektion, etwa die Mülheimer Eifelhütte in Abenden bei Nideggen. Dieses Jahr wurde begonnen, Ideen und Optionen für ein neues Heizsystem zu entwickeln, um eine klimaneutrale Lösung zur bisherigen Gasheizung zu finden. Um Emissionen einzusparen, nahm die Hütte auch erst im April ihren Betrieb wieder auf. Dennoch stiegen die Besuchszahlen in 2023 wieder fast auf das Vor-Corona-Niveau. So konnte die Mülheimer Eifelhütte fast wieder kostendeckend arbeiten, und die Hoffnung, dass dies in den kommenden Jahren erreicht werden kann, ist sicher berechtigt. Nicht zuletzt eine antsprechende Kommunikationsstrategie sorgt dafür, dass sich der Bekanntheitsgrad der Hütte verbessert.

Insgesamt war auch die Kommunikation der Sektion in 2023 gefragt, ist es doch Ziel, einerseits den Wirkungskreis von Sektionsmagazin RUHRGÄMSE und Newsletter RUHRGÄMSchEn auszubauen. Andererseits wurde die Arbeit im Kommunikationsressort breiter aufgestellt, etwa bei der Contentpflege der Website, die in Zukunft selbständig durch die jeweiligen Ressorts erfolgen soll. Deswegen fanden im ablaufenden Jahr einige Einführungen ins Reaktionssystem statt, das selbstredend auch ein Teil der DAV360-Familie ist. Ab 2024 wird das Sektionsmagazin RUHRGÄMSE nur noch einmal jährlich erscheinen und mehr Berichtscharakter erhalten. So will die Sektion auch hier konsequent ihren CO2-Fußabdruck reduzieren, also auch den digitalen Bezug der Sektionsmedien weiter ausbauen.

Ausgebaut werden konnten auch die Aktivitäten am sektionseigenen Klettersteig an der Vorlandbrücke auf dem MüGa-Gelände. Nicht nur viele Sektionsmitglieder nutzten ihn im Lauf des Jahres. Auch Nichtmitglieder waren eifrig unterwegs. Gerade auch hier trug die gute Zusammenarbeit mit dem Mülheimer Sportbund (MSB), dem Mülheimer SportService (MSS) und dem Mülheimer Stadtmarketing + Tourismus (MST) viele Früchte, wie das auch in anderen Arbeitsfelder der Sektion bereits seit Längerem der Fall ist. So scheint das Ziel, die laufenden Kosten für den Klettersteigbetrieb auf diese Weise abzudecken, absolut realistisch. Der Anfang ist jedenfalls gemacht.

Ein Ende fanden hingegen 2023 die traditionsreichen Vortragsreihen der Sektion. Mit dem Vortrag im November von Dieter Freigang zum Berchtesgadener Land wurde der Schlusspunkt gesetzt, nachdem über die letzten Jahre die Besuchszahlen rückläufig waren, während die Kosten stetig stiegen. Im Rahmen der vielen Jahre führten die Vortragsreihen ihr Publikum in nahezu alle Bergregionen dieser Erde, es lernte dort Land und Leute kennen und konnte packenden Geschichten der Referent*innen folgen. Ob es ein neues Format für Vorträge des Mülheimer Alpenvereins geben wird und wie es aussehen könnte, ließ Kulturressortleiter Dieter Schild, dem die Sektion für sein 20jähriges Engagement dankte, noch offen. Doch einen gewissen Fundus wird es auch weiter geben, etwa Vorträge zum alpinen Arbeitsgebeit in der Goldberggruppe und dem dortigen Engagement der Sektion für einen nachhaltigen und naturverträglichen Bergsport.

Das legte die Sektion auch in 2023 wieder an den Tag. Denn im Sommer war wieder ein Sektionsteam am Westerfrölkeweg unterwegs, um den anspruchsvollen Gratsteig in Schuss zu halten, genauso die am Weg gelegene Böseckhütte. Dass hier immer etwas Unerwartetes erwartet werden muss, zeigten die nicht geplanten Arbeiten am Blitzschutzsystem der Hütte, das erst 2022 montiert worden war. Deswegen sind auch die Weichen für den Arbeitseinsatz 2024 bereits gestellt. Von Mallnitz aus geht es dann wieder hinauf, um mit Blick auf den Alpenhauptkamm zwischen Hochalmspitze und Großglockner dann wieder die wohl spannenste und schönste Form des Ehrenamts auszuüben, die man sich so vorstellen kann.

Mit viel ehrenamtlichem Einsatz konnte auch der Kletterbetrieb vor Ort nach den mit starken Einschränkungen versehenen Corona-Jahre wieder auf nahezu übliches Niveau hochgefahren werden. Die Klettertreffs der Sektion wurden schnell wieder angenommen und haben mittlerweile eine enorme Auslastung, die ohne dem beherzten Einsatz von Trainer*innen-Team und der Sektionsjugend nicht leistbar wäre, zumal die Kletterwand der Harbecke-Halle seitens der Stadt noch nicht wieder zur Verfügung gestellt werden konnte. Denn die Halle gab Geflüchteten aus der Ukraine, die ihr Land nach dem von Russland begonnenen Angriffskrieg verlassen mussten, Schutz und Unterkunft. Einige von ihnen fanden über das integrative Angebot InterVertikal auch Anschluss an den Mülheimer Alpenverein und den Bergsport, auch wenn dieses Angebot in 2023 personell bedingt reduziert werden musste. Um dies zu kompendieren, wurden andere Sektionsangebote weiter geöffnet.

Die Tourenangebote der Sektion stießen auch wieder auf Ressonanz. Neben Klassikern wie den Wanderungen vor Ort und den Mallnitzer Wanderwochen im Spätsommer wurden auch neue Formate versucht, etwa die Projektwoche "Almenrausch" auf der Watzingerhütte bei Mallnitz, die Teilnehmenden die Gelegenheit gab, eine Woche bei der Bewirtschaftung einer Hochalm mitzuwirken. Den offenen Wandertreff gab "Erfinder" Jochen Wagner Ende 2023 nach langhährigem Wirken ab. Die Sektion führt ihn nunmehr als eine Art "wandernde Geschäftsstelle" weiter. Mitgliedern und auch an einer Mitgliedschaft Interessierte stehen bei den Spaziergängen durch den Uhlenhorst Vorstands- und Beiratsmitglieder für Fragen und Anregungen zur Verfügung. Auch können in lockerer Wanderatmosphäre Ideen für neue Unternehmungen gesponnen werden.

All dies wäre ohne die ehrenamtliche Emsigkeit unserer Aktiven nicht möglich gewesen, wobei die Aufzählung ohnehin viele Lücken aufweist. Aber die vermittelt hoffentlich, wie lebendig, abwechslungsreich und herausfordernd es im Mülheimer Alpenverein zugeht. Mehr Mitglieder fürs Ehrenamt in der Sektion zu gewinnen, wird Aufgabe bleiben, nachdem die Mitgliederzahl 2023 bis auf fast 1.000 Mitglieder anwuchs und zu erwarten ist, dass sie auch 2024 weiter steigen wird. Auch die Zusammenarbeit mit unseren Kooperationspartner*innen wird in diesem Zuge noch wichtiger werden. Denn sie bieten unseren Mitgliedern Leistungen und Möglichkeiten an, die die Sektion selbst nicht vorhalten könnte. Sie entlasten damit Ehrenamt und Kosten.

Nochmals also: DANKE EUCH und IHNEN ALLEN!

2023 | © DAV-Sektion Mülheim/M. Cremer
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Unser kleines DANKESCHÖN

DIGITALKALENDER "MALLNITZER WANDERWOCHEN 2024"

... mit Aufnahmen aus Mallnitz und seiner Umgebung im Kärntner Nationalpark Hohe Tauern. Viel Freude und auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr, vielleicht ja sogar in Mallnitz mit seiner einzigartigen Bergwelt oder auf einer der vielen Alpenvereinshütten rund um die "Perle des Nationalparks"!