2019 | © Holger Klink
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Energie sparen in der Krise und für den Klimaschutz

SEKTIONSVORSTAND BESCHLIESST UMFASSENDE MASSNAHMEN

 

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Ressort Kommunikation

Auf ihrer Sitzung Mitte September berieten Vorstand und Beirat umfänglich die aktuelle Energiekrise wie auch die Vorbereitungen zur Umsetzung des DAV-Klimaschutzkonzepts, das vorsieht, den Deutschen Alpenverein und seine Sektionen bis 2030 klimaneutral arbeiten zu lassen. Der Mülheimer Alpenverein will bis dahin seine Einrichtungen und auch sein Programm in puncto Emissionen durchleuchten, um geeignete Maßnahmen zu ihrer Vermeindung und Reduzierung treffen zu können. Im kommenden Jahr soll umfassend bilanziert und analysiert werden.

Die aktuelle Energiekrise, die durch den russischen Angriffskrieg in der Ukraine ausgelöst wurde, unterstreicht zusätzlich, wie wichtig der bewusste und schonende Umgang mit den natürlichen Energieressourcen ist. "Den Weg hatten wir eh schon beschritten, noch bevor der russische Präsident seinen imperialen Gelüsten erlag. Nun gehen wir ihn etwas zügiger, um ihn in Erwägung ziehen zu lassen, dass am Ende er nicht mehr ganz folgen kann. Das dürfte ihn letztlich mehr treffen als Waffenlieferungen an die Ukraine", so die Einschätzung von Vorstandsmitglied Michael Cremer. So beschloss der Vorstand denn auch einstimmig, die Mülheimer Eifelhütte ab dem 17.10.2022 bis Ende März 2023 zu schließen. "Wir können so den Strom- und Wärmebedarf der Hütte auf ein Minimum reduzieren", erläutert Norbert Rosendahl, der als Ressortleiter für die Sektionshütte in der Rureifel zuständig ist.

Auch der Betrieb der Geschäftsstelle soll angepasst werden. Die Öffnungszeiten werden von bisher zwei Tagen die Woche auf einen Tag beschränkt. "Wir werden den Freitag, 17-19 Uhr, weiter anbieten, die Öffnungszeiten am Mittwoch aber nicht mehr anbieten", erklärt Ressortleiterin Anke Rasche. So könne auch in der Geschäftsstelle der Stromverbrauch und der Heizbedarf erheblich gesenkt werden. Ergänzend sollen das Telefaxgerät der Geschäftsstelle stillgelegt werden und die letzten Beleuchtungseinrichtungen mit LED-Leuchtmitteln versehen werden. Ferner werden immer mehr Leistungen digital erbracht. Das gilt auch für den Versand von Unterlagen, Broschüren und Dokumenten. Monika Kubitscheck, verantwortlich fürs Ressort Naturschutz, freut sich trotz des entbehrlichen Anlasses: "Auf einer Bergtour gehört Genügsamkeit und Sparsamkeit zum Programm. Warum also nicht auch im Alltag?"

Bei den Sektionsmitgliedern, Hüttengästen und Kooperationspartner*innen hofft der Vorstand auf Verständnis für all diese Änderungen. Sie seien auch aufgrund der Kostenentwicklung sehr wichtig für die Stabilität der Sektionsfinanzen, meint Finanzvorstand Petra Herrchen: "Wir können die finanziellen Auswirkungen der Verteuerung im Augenblick nicht abschätzen. Umso wichtiger sind diese vorbeugenden Maßnahmen, um Luft zu haben." Denn trotz der in diesem Jahr sehr positiven Entwicklung der Mitgliederzahlen ist der finanzielle Spielraum insgesamt dennoch kleiner geworden, auch wenn die Finanzlage nach wie vor stabil ist. Und übrigens: Die Hochgebirgshütte der Sektion, die Böseckhütte in der Kärntner Goldberggruppe, ist nicht nur bereits schon klimaneutral. Seit diesem Sommer verfügt sie auch über eine solarbetriebene Ladestation für Endgeräte wie Smartphones, Tablets oder GPS-Geräte sowie über eine energieeffiziente, neue Beleuchtung, die das Arbeitsteam in diesem Sommer dort eingebaut hat.

Weitere Informationen und Rückfragen: kommunikation@alpenverein-muelheim.de