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Mehr Geflüchtete aus der Urkaine

MÜLHEIMER SPORTBUND BITTET UM HILFE

 

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Ressort Kommunikation

Schon vor Monaten wurde die Harbecke-Halle in Saarn für die Unterbringung von geflüchteten Menschen aus der Ukraine vorbereitet, die das Land aufgrund des russischen Angriffskriegs verlassen, um in Deutschland Schutz zu suchen. Aktuell werden der Stadt vom Land NRW immer mehr Ukrainer*innen zugewiesen, die so ihre Unterbringungskapazitäten mehr und mehr ausreizen muss. Die Rückkehr des Sports in die Harbecke-Halle rückt somit in weite Ferne. Grund genug also für den Mülheimer Sportbund (MSB), initiativ zu werden.

So wurden  Oberbürgermeister Marc Buchholz und Sportdezernent David Lüngen in einem offenen Brief auf die Bedeutung der Harbecke-Halle für den Vereinssport wie auch für den Schulsport hingewiesen. Auch der Mülheimer Alpenverein nutzt die Halle normalerweise für verschiedene Kletterangebote, die nunmehr entweder ausfallen müssen oder aber in anderen Sporteinrichtungen durchgeführt werden. Betroffen sind neben dem offenen Klettertreff am Dienstag auch das Klettertraining für Familien sowie der Sektionsjugend, die ursprünglich abwechselnd montags in der Harbecke-Halle stattfanden. Ziel müsse es sein, so die MSB-Führung, die Harbecke-Halle so zeitnah wie möglich wieder dem Schul- und Vereinssport zugänglich zu machen.

Klar ist aber auch, dass dies nur möglich sein wird, wenn Menschen aus der Ukraine anderweitig Unterkunft finden können. Und so appelliert der MSB an seine Vereine, alternative Unterkunftsmöglichkeiten zu suchen und zu schaffen. So könnten etwa bei den Mitgliedern Abfragen gestartet werden. „Manch ein Vereinsmitglied hat vielleicht noch Kapazitäten, um Menschen aus der Ukraine ein vorübergehendes Zuhause zu geben, weil im eigenen Haus noch ein Zimmer frei ist oder aber eine Wohnung im Mietshaus gerade leer steht“, formuliert Nicole Nussbicker, MSB-Geschäftsführerin, den einfachen Ansatz. Und der MSB-Vorsitzende Frank Esser ergänzt: „Kaum ein gesellschaftlicher Bereich unserer Stadt erreicht mehr Menschen als der organisierte Sport. Wir können somit einen wichtigen Beitrag bei der Bewältigung dieser Herausforderung leisten.“

Der Mülheimer Alpenverein unterstützt diese MSB-Initiative. „Wenn wir etwas fordern wie die Rückführung der Harbecke-Halle in den Sportbetrieb, dann müssen wir in diesen besonderen Zeiten auch etwas unternehmen und anbieten“, meint Sektionsvorstand Michael Cremer, der im Übrigen weitere Chancen durch die private Unterbringung von Geflüchteten aus der Ukraine sieht, etwa ein besseres Verständnis für die Situation in der Ukraine und die Gelegenheit, persönliche Freundschaften zu schließen. So könnte der persönliche Einsatz für Geflüchtete eine nachhaltige Wirkung zeigen, die letztlich Urkainer*innen und Deutsche dauerhaft näher zusammenbringt. Somit wendet sich Cremer in dieser Sache auch an die Sektionsmitglieder. Wer entsprechend Wohnraum für Geflüchtete aus der Ukraine anbieten möchte, kann sich direkt beim Mülheimer Sportbund (MSB) melden. Ansprechpartnerin ist dort die Geschäftsführerin Nicole Nussbicker (E-Mail: nicole.nussbicker@msb-mh.de). DANKE schon einmal an alle, die hier helfen können.

Mehr Informationen zu den MSB-Angeboten im Rahmen des Programms "Integration durch Sport" HIER.

Text: Michael Cremer