2022 | © Mülheimer KlimaBündnis

Newsletter Februar 2026

GEMEINSAM | 2035 | KLIMANEUTRAL

15.02.2026

Der Newsletter des Mülheimer KlimaBündnisses richtet sich an seine Mitglieder und Abonnent*innen sowie an die Kommunalpolitik und lokale Medien.

Das jüngste Treffen.

Das Austauschtreffen im Januar stand einerseits im Zeichen der Reflexion des Auftakts des kommunalpolitischen KLIMAdialogs am 12.01.2026, zu dem das Bündnis gemeinsam mit der BürgerEnergieGenossenschaft Ruhr-West eingeladen hatte. Zum anderen legte das Bündnis auch die Basis für die Strategie im laufenden Jahr mit Blick auf das Ziel, Mülheims Klimaneutralität bis 2035 erreichen zu können. Mehr zum Mülheimer KlimaBündnis HIER.

Zu viel „Steinschlag“ im Garten?

Einst waren Schottergärten und Mode und ein Mega-Trend in Sachen pflegeleichter Garten. Mittlerweile sind sie nicht nur in der Diskussion. Viele „Steinwüsten“-Besitzer*innen suchen auch nach Rückbaumöglichkeiten, um der Artenvielfalt wie-der Entfaltungsräume anzubieten. Der Verein Naturgarten hat sich solchen Fragen gewidmet und Ideen für sinnvolle Entsieglungsmaßnahmen im eigenen Garten zusammengestellt. Wer also Inspiration sucht, wird HIER fündig. 

Verkehrswende mit 30.

Objektiv spricht eigentlich nichts dagegen, innerorts komplett auf Tempo 30 zu gehen. Lärmbelastung und Emissionen gehen zurück, die Verkehrssicherheit wird erhöht. Doch haben die Kommunen das nicht selbst in der Hand. Auch der Bund und die Länder reden mit. Hier ließe sich also ein nachhaltiger Beitrag zur Entbürokratisierung leisten, der gleichzeitig auch die Mobilität und den Verkehr in Städten und Gemeinden verbessern könnte. HIER ein wissenschaftlicher Beitrag des ZDF von Anfang Januar zu diesem Thema.

Klimaschutz ist nicht nur „nice to have“.

Auch wenn ein allseits bekannter Mann jenseits des Atlantiks gerade wieder versucht, den menschengemachten Klimawandel nach dem Pipi-Langstrumpf-Prinzip weg zu politisieren, folgt das Bundesverwaltungsgericht doch eher der Auffassung der Deutschen Umwelthilfe (DUH) und verlangt von der Bundesregierung mehr Anstrengungen für den Klimaschutz und die Klimaanpassung in Deutschland. Kurzum: Klimaschutz ist ein „Must“, auch für die Kommunen, die ihrerseits also nicht erst abwarten sollten, bis das Gerichtsurteil auch bei ihnen ankommt. Mehr zur Auffassung des Bundesverwaltungsgerichts HIER.

Bauordnung NRW im (Klima-) Wandel.

Unter der Überschrift „Graue Energie“ hatte das Bündnis schon 2024 zu einem Info-Abend eingeladen, auf dem von der Initiative „Architects for Future“ eine Menge Input zur Baubestandsnutzung und -optimierung in Städten zusammengetragen wurde. Immerhin will nun das Land NRW seine Bauordnung in diese Richtung ändern. Insbesondere die Anforderungen bei Umbauten sollen angepasst werden, um eine nachhaltige Bestandsnutzung zu fördern. HIER Näheres zum diesbezüglichen Gesetzentwurf.

Städte sollten schwammig werden.

Zumeist sind es aber eher die Stadtspitzen und Kommunalpolitiker*innen. Doch ist der Begriff „Schwammstadt“ gerade bei den stark verdichteten Ruhrgebietskommunen mittlerweile in aller Munde. Die Stadt Bochum versteht sich hier durchaus als Vorreit-rin. Ein wesentlicher Baustein von Bochums Strategie sind dabei u.a. Baumrigolen. Die Zukunftsinitiative Klima.Werk, der auch Bochum angehört, hat für dieses Thema sogar eine eigenständige Arbeitsgruppe eingerichtet. Wer also nasse Füße bekommen möchte, die übrigens auch von der Emscher Genossenschaft gefördert werden, findet HIER passende Angebote unserer Nachbarstadt Bochum.

Requiem in Weiss.

So der Titel des Dokumentarstreifens des österreichischen Filmemachers und Bergfreund Harry Putz. Er widmet sich wissenschaftlich wie emotional dem Gletschersterben in den Ostalpen, zeigt, wie die klimasensiblen Eisströme sukzessive dem Skivergnügen geopfert werden und stellt die beklemmende Frage, wie wir die letzten Eisre-fugien der Alpen zu Grabe tragen wollen – letztlich auch mit fatalen Folgen für die Länder der Ostalpen einschließlich Deutschland. In Zusammenarbeit mit dem Mül-heimer Alpenverein zeigt die Vereinte Ev. Kirche Mülheim an der Ruhr den Film am 20.02.2026, um 19 Uhr, in der Pauluskirche (Witthausstraße 11, 45470 Mülheim). Details HIER.

Bedenklicher Leerstand.

Die Deutsche Pfandbriefbank hat sich mal die Büroleerstände in den „Big Seven“ der deutschen Großstädte angeschaut. So betrug der Leerstand in unserer Landeshauptstadt Düsseldorf sage und schreibe fast elf Prozent (3. Quartal 2025). Wie sieht das wohl in Mülheim aus? Eine berechtigte Frage, die zu stellen sich lohnt, um in Zukunft flexiblere Nutzungsstrategien für Gebäude zu entwickeln, um sie besser, schneller und effizienter an Bedarfsänderungen anpassen zu können und damit ihre Nachhaltigkeit und Rentabilität deutlich zu steigern. HIER die Analyse der Deutschen Pfandbriefbank.

Wasser, marsch!?

Das Land NRW arbeitet an einer Zukunftsstrategie Wasser. Das dürfte ein grundlegendes, entscheidendes Thema für die Überlebensfähigkeit gerade der Rhein-Ruhr-Region als größten deutschen Ballungsraum werden. Durch den Klimawandel bedingte Engpässe wurden zuletzt immer häufiger. Anpassungsmaßnahmen erfordern hingegen aber lange Zeiträume und große finanzielle Mittel. Bis zum 08.02.2026 konnte der Referent*innen-Entwurf der Strategie kommentiert und hinterfragt werden. Was dabei so rauskam, ist HIER zu erfahren. 

Mülheim schwer geprüft.

Die Gemeindeprüfungsanstalt NRW hat die Stadt Mülheim an der Ruhr unter die Lupe genommen. Der Bericht zur überörtlichen Prüfung 2024/2025 der Behörde gibt interessante Einblick in die aktuelle Finanzlage und Zukunftsfähigkeit der Stadt. Zitat: „Die Gesamtverbindlichkeiten im Konzern Stadt Mülheim an der Ruhr bilden im in-terkommunalen Vergleich den Maximalwert.“ Kurzum: Es dürfte also noch wichtiger werden, bei der Stadtentwicklung die richtigen Prioritäten zu setzen, sich zunächst also den Fundamentalbereichen zu widmen, um auf sicherem Grund bauen zu können, z.B. einer gesunden Umwelt und einer klimaresilienten Infrastruktur. HIER der Prüfungsbericht der Prüfungsanstalt.

Das nächste Treffen.

Das nächste Austauschtreffen des Mülheimer KlimaBündnisses findet am 23. Februar 2026, 18-20 Uhr, statt, diesmal als Videokonferenz auf der Plattform MS Teams. HIER der entsprechende Teilnahme-Link. Fragen, Anregungen und Ideen fürs Austausch-treffen könnt Ihr gerne HIER übersenden. AGENDA: 1. Formalien + Internes, 2. Inte-griertes Klimaschutzkonzept 2035, 3. Aus den kommunalen Gremien, 4. Aus den an-geschlossenen Vereinen und Initiativen, 5. Ausblick aufs kommende Treffen + Ver-schiedenes. HINWEIS: Eine gesonderte Einladung erfolgt nicht mehr.

REDAKTIONSSCHLUSS für den Newsletter März 2026 ist der 10. März 2026.

Das Mülheimer KlimaBündnis bietet eine Plattform für Mülheimer Vereine, Verbände, Einrichtungen und Bürger*innen zum Austausch über Mülheims Weg in die Klimaneutralität bis 2035, der so konstruktiv begleitet und mitgestaltet werden soll. Die Initiator*innen gaben seinerzeit den Impuls zur Feststellung der Klimanotlage durch den Rat der Stadt im Juni 2020.


ANSPRECHPARTNER*INNEN

Michael Cremer, DAV | Axel Hercher, ADFC | Norbert Dieteren-Hilgendorf, Greenpeace | Anke Schniewind, Bürgerin | Dennis Vollmer, Initiative Saarnberg Siedlung

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