2022 | © Mülheimer KlimaBündnis

Newsletter Januar 2026

GEMEINSAM | 2035 | KLIMANEUTRAL

24.01.2026

Der Newsletter des Mülheimer KlimaBündnisses richtet sich an seine Mitglieder und Abonnent*innen sowie an die Kommunalpolitik und lokale Medien.

Das jüngste Treffen.

Zwar ließ das Bündnis ein Austauschtreffen im Dezember wie üblich aus. Doch dafür stand am 12.01.2026 der Auftakt des kommunalpolitischen KLIMAdialogs an, den das Bündnis in Zusammenarbeit mit der BürgerEnergieGenossenschaft Ruhr-West anbot. Mit insgesamt sechs Politiker*innen von CDU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen und der Linken wurden Fragen zum integrierten Klimaschutzkonzept 2025 und zum Erreichen der Klimaneutralität erörtert. Ein Bericht zum KLIMAdialog folgt beim Januar-Austauschtreffen des Bündnisses. Mehr zum Mülheimer KlimaBündnis HIER.

Klimawandel: auch 2025 auf dem Podium.

1,47 Grad Celsius über dem vorindustriellen Niveau. Damit landet das Jahr 2025 auf Platz drei in Sachen Erderwärmung und nur knapp unter der von der Pariser Klimakonferenz seinerzeit definierten 1,5-Grad-Ziel. Doch auch wenn 2024 und 2023 noch wärmer waren, hat sich das Weltklima auch im Schnitt der letzten drei Jahre um mehr als diese 1,5 Grad aufgeheizt. Der EU-Klimadienst Copernicus sieht gerade die Polregionen extremen Bedingungen ausgesetzt, die ihrerseits wiederum globale Klimasysteme weiter aus dem Gleichgewicht bringen könnten – mit kaum absehbaren Folgen. HIER geht es zum Copernicus-Klimabericht 2025.

Wer im Glashaus sitzt ...

..., ist oftmals nur einen Steinwurf von nachhaltigen Lösungen für den Bausektor entfernt. Was da geht, untersucht u.a. das Glass Competence Center (GCC) der TU Darmstadt und kommt dabei zu interessanten Ansätzen, die gerade für die hochgradig verdichteten Zentren der urbanen Ballungsräume von Nutzen sein können. Denn Glas ist zumindest theoretisch unendlich oft recycelbar und somit perfekt geeignet für einen geschlossenen Wirtschaftskreislauf. Was das GCC diesbezüglich umtreibt? HIER gibt es weiterführende Informationen.

Alles dreht sich im Kreis!

Und für die deutsche Wirtschaft wäre das gar nicht mal so schlecht. Zu diesem Schluss kommt jetzt sogar das sonst allzu wachstumsgläubige Handelsblatt in Sachen Kreislaufwirtschaft in einem Gastbeitrag von VW-CSO Dirk Voeste. Doch unser klassisches Mantra vom Wirtschaftswachstum müssten wir dafür zumindest mal überdenken, da neben einer möglichst geschlossenen Kreislaufwirtschaft auch die Nutzungsdauer von Gebrauchsgegenständen eine erhebliche Rolle bei der Ressourcen- und Klimaschonung spielt, was der althergebrachten Wachstumsdefinition zuwiderläuft. HIER der Handelsblatt-Artikel zur Kreislaufwirtschaft von Ende Dezember.

Klimawende mit Hand und Fuß.

Der CO2-Fußabdruck ist mittlerweile fast allen geläufig, auch wenn er von den meisten sehr abstrakt verstanden und eher allgemein interpretiert wird. Doch zur Wahrheit gehört auch der ökologische Handabdruck, soll die Klimawende wirklich gelingen. Eine Initiative der Bundesregierung widmet sich deswegen der Nachhaltigkeit im Konsum. Im Kompetenzzentrum Nachhaltiger Konsum (KNK) werden hierzu verschiedene Fragen beleuchtet und eine Wissensdatenbank für ressourcenschonendes Konsumverhalten angeboten. Denn manchmal ist es besser, etwas weiter zu verwenden, auch wenn die aktuelle Produktalternative klimafreundlicher scheint. Mehr nachhaltiger Konsum-Input HIER.

Raketenangriff zum Jahreswechsel …

… mit tödlichem Ausgang! In Würzburg starb ein Mensch in seiner Wohnung, nachdem eine Silvesterrakete einen Balkonbrand ausgelöst hatte. Allein in Berlin mussten in Verbindung mit dem Feuerwerk zum Jahreswechsel acht Kinder mit zerfetzten Händen in Kliniken behandelt werden. In Städten wurden Spitzenwerte von bis zu 1.460 µg/m3 Feinstaubbelastung gemessen. Wieder wurden Wild- und Haustiere in Panik versetzt und Einsatzkräfte von Polizei, Sanitätsdiensten und Feuerwehren an ihre Leistungsgrenzen gebracht. Eigentlich gibt es keine sachlichen Argumente fürs Silvesterfeuerwerk, das nicht einmal wirklich Brauchtum ist. So lehnt es die Mehrheit der deutschen Bevölkerung auch mittlerweile ab. Das Umweltbundesamt hat HIER übrigens schon 2023 ein Grundlagenpapier zu den ökologischen Böller-Folgen herausgegeben.

Wer lesen will …

…, kann in Mülheim nicht nur im eigenen Bücherregal, der Stadtbücherei oder in einem Buchladen fündig werden. Denn es gibt tatsächlich (mindestens) zehn öffentlich zugängliche sog. Bücherschränke in der Stadt, aus denen man sich etwas zum Schmökern rausnehmen oder auch empfehlenswerte Literatur reinstellen kann. Bündnis-Bürgerin Anke Schniewind hat eine Liste der Standorte zusammengestellt, nachdem sie auf der städtischen Website nicht fündig geworden ist. Sie kann HIER eingesehen werden.

(Postwert-) Zeichen setzen.

Ein Zeichen für Nachhaltigkeit und Gemeinwohl lässt sich tatsächlich auch mit „gebrauchten“ Briefmarken setzen. Denn die Stiftung Bethel weiß etwas damit anzufangen und finanziert mit dem Verkauf eine Vielzahl von sozialen Projekten. Vielleicht bekommt ja so die Weihnachtspost nochmal ein zweites Leben … Abgabemöglichkeiten gibt es indes zwei: per Post an die Briefmarkenstelle der Stiftung Bethel oder in der ev. Ladenkirche am Kaiserplatz. Alles zur Briefmarkenspendenaktion der Stiftung Bethel HIER.

Naturgartentage 2026.

Wer sich und der Umwelt etwas Gutes tun will, sollte den Garten naturnah gestalten. Das ist u.a. ein wichtiger Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt. Aber wie macht man das am besten? Selbstredend gibt es im Netz jede Menge Tipps, Anleitungen und Empfehlungen. Wer Optionen aber lieber live erleben und auch gerne mal mit Fachleuten ins Gespräch kommen möchte ist auf den Hagener Naturgartentagen vom 05.-08.02.2026 gut aufgehoben. Mehr Informationen für eine geordnete Wildnis im eigenen Garten HIER.

Kursfindung für eine Tauschbörse.

Wenn man etwas nicht mehr benötigt, kann meist für andere durchaus noch von Nutzen sein. Doch zumeist ist es sehr müßig, sich zu finden. Die Vereine Naturgarten Regionalgruppe Rhein-Ruhr und Mollys sustainable life wollen gemeinsam nach einer Mülheimer Lösung für diese wichtige Nachhaltigkeitsfrage suchen und laden alle Interessierten zu einem Brainstorming am 05.02.2026, 18 Uhr, in die Leihbrary Mülheim (Auerstraße 23 a) ein. Zum Austausch anmelden kann man sich HIER.

Das nächste Treffen.

Das nächste Austauschtreffen des Mülheimer KlimaBündnisses findet am 26. Januar 2026, 18-20 Uhr, statt, diesmal als Videokonferenz auf der Plattform MS Teams. HIER der entsprechende Teilnahme-Link. Fragen, Anregungen und Ideen fürs Austauschtreffen könnt Ihr gerne HIER übersenden. AGENDA: 1. Formalien + Internes, 2. Integriertes Klimaschutzkonzept 2035, 3. Aus den kommunalen Gremien, 4. Aus den angeschlossenen Vereinen und Initiativen, 5. Ausblick aufs kommende Treffen + Verschiedenes. HINWEIS: Eine gesonderte Einladung erfolgt nicht mehr.

REDAKTIONSSCHLUSS für den Newsletter Februar 2026 ist der 10. Februar 2026.

Das Mülheimer KlimaBündnis bietet eine Plattform für Mülheimer Vereine, Verbände, Einrichtungen und Bürger*innen zum Austausch über Mülheims Weg in die Klimaneutralität bis 2035, der so konstruktiv begleitet und mitgestaltet werden soll. Die Initiator*innen gaben seinerzeit den Impuls zur Feststellung der Klimanotlage durch den Rat der Stadt im Juni 2020.

ANSPRECHPARTNER*INNEN

Michael Cremer, DAV | Axel Hercher, ADFC | Norbert Dieteren-Hilgendorf, Greenpeace | Anke Schniewind, Bürgerin | Dennis Vollmer, Initiative Saarnberg Siedlung

KONTAKT     klimabuendnis-mh@gmx.de

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