So waren Präsident Roland Stierle und Hauptgeschäftsführerin Andrea Händel zum Abschluss der Tagung auch sichtlich erleichtert und zufrieden, hatte es doch im Vorfeld der Versammlung viele Irritationen gegeben. Insbesondere das Digitalisierungsprojekt alpenverein.digital war in die Schusslinie geraten, weil es den 2018 gesetzten Rahmen sowohl zeitlich als auch finanziell nicht einhalten kann. Insbesondere einige Großsektionen wollten deswegen massive Einschnitte im Projektrahmen vornehmen. Das Gros der Sektionen unterstützte aber den Vorschlag des Verbandsrats, der bis zur nächsten Hauptversammlung eine detaillierte Projektanalyse und eine darauf fußende Anpassung der Planungen vorsieht. Das mittlerweile erstellte Mitgliederverwaltungsmodul soll derweil ausgeleuchtet und komplettiert werden, nachdem von den Pilotsektionen ein sehr positives Feedback vernommen werden konnte.
Zum Stand der Umsetzung des Klimaschutzkonzepts zeichnete Ehrenpräsident Josef Klenner als Vorsitzender des Lenkungskreises ein kritisches Bild. Denn schon die noch laufende Emissionsbilanzierung im Verband ist deutlich aufwendiger als erwartet. Einerseits musste der DAV im laufenden Prozess das Bilanzierungstool wechselnden. Andererseits tun sich weiterhin fast die Hälfte der Sektionen schwer, die Bilanzierung voranzutreiben. Sie sei aber nun mal, so Klenner, die Basis für Maßnahmenentscheidungen und das Erreichen der Klimaneutralität, die der Verband für 2030 anstrebt. So ist derzeit zu erwarten, dass der Kompensationsanteil im Projekt 2030 höher ausfallen dürfte als ursprünglich geplant. Doch soll die Devise „Vermeidung vor Reduzierung vor Kompensation“ beibehalten werden und Leitmotiv bleiben. Die Sektionen wurden von Klenner noch einmal eindringlich aufgerufen mitzuwirken.