Schon die An- und Abreise ist entspannt. Denn mit der Bahn wird der Bahnhof Mallnitz-Obervellach vom Ruhrgebiet aus sogar nonstop erreicht. Und vom Bahnhof ist es zur Villa Talheim, dem Quartier der Mallnitzer Wanderwochen, nur eine knappe Viertelstunde zu fuß. In den gemütlichen Appartements fühlt man sich schnell zu Hause, nicht zuletzt auch dank Susanne, der Hauswirtin, die sich in allen Belangen liebevoll um ihre Gäste kümmert. Da sie selbst in jeder freien Minute in den Bergen unterwegs ist, hat sie auch immer eine Tourentipp parat. Und wenn es passt, ist sie gerne auch mal mit unterwegs, wenn der Berg ruft.
In diesem Spätsommer passt insbesondere das Wetter. Während es Ende August noch ungemütlich war, bietet der beginnende September echtes Kaiserwetter. So gibt es in Bezug auf die Tourenauswahl so gut wie keine Einschränkungen. Zum Aufwärmen und zur Akklimatisation bieten sich die drei Täler an, die in Mallnitz zusammenlaufen. Während das Tauerntal die Kulisse eines lauschigen Hochalmgebiets bietet, beeindruckt das Seebachtal mit seiner fjordartigen Gestalt, einer Serie von Wasserfällen und einer urzeitlich anmutenden Hochgebirgslandschaft am Talende. Eine Tour ins Dösental führt über die malerische Konradlacke mit ihren urigen Hütten bis hoch zum Arthur-von-Schmid-Haus (2.281m). Die Hochgebirgshütte der ÖAV-Sektion Graz hat eine einzigartige Lage und eröffnet nicht nur den Blick auf den Blockgletscher am anderen Ende des Sees hinter der Hütte, sondern auch aufs Säuleck (3.086m), einem der bekanntesten Gipfel der Region. In der anderen Richtung zeigt sich die Goldberggruppe mit dem Grat des Westerfrölkewegs und dem oberhalb der gleichnamigen Hütte gelegenen Böseck (2.834m).