Das Suchtmittel "Rureifel" wird auf der zweitägigen Tour aber gut dosiert abgegeben. Mit dem Regionalverkehr geht es zunächst recht stressfrei nach Düren. Das Städtchen wird von der Rur durchquert. Sich für die Tour zu otientieren, fällt also nicht schwer, gilt es doch einfach, ihr flussaufwärts zu folgen. Schon etwas außerhalb von Düren, leisten die Wege längs der Rur die Einführung in die Magie der Nordeifel. Obwohl recht und links noch von vielen Siedlungen gesäumt, wurde der Flusslauf bewusst natürlich belassen und versprüht so eine teils urwaldähnliche Atmosphäre. Und hinter Kreuzau zeichnen Felder und bewaldete Hänge die Landschaft, in die kleine Ortschaften eingebettet sind. Man ist hin- und hergerissen, ob man dem Flusslauf weiterfolgen soll oder aber dem Ruftal über die Höhen folgen soll.
Spätestens in Obermaubach lohnt sich nach dem Engelsblick östlich der Rur aber ein Besuch im Tal, um sich von dem kleinen Stausee dort bezaubern zu lassen, den übrigens gerne auch exorbitant viele Schwäne als Domizil wählen. Wer nun am westlichen Ufer nach Bergstein aufsteigt, kann sich vom oberhalb gelegenen Krawutschke-Turm mit einen Rundumblick über die gesamte Nordeifel belohnen. Über den östlichen Höhenzug werden mit dem Eugenienstein die erste Felsformation der Rureifel erreicht. Wer auf dieser Route bliebt und die Ortschaft Rath links liegenlässt, bekommt davon noch viele zu sehen und kann ihnen auf teils ausgesetzen Pfaden folgen. Ob hier oben oder unten im Tal, beherrscht wird die Szenerie nun von der stolzen Burg Nideggen. Sie wie der gleichnamige Ort thronen hoch oben über der Rur, die Felswände, auf denen sich die Burganlage erhebt, fallen steil zu ihr ab.