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Fragwürdiger Klimaschutz

Bündnis kritisiert C02-Pipeline-Projekt

26.10.2026

Öffentlichkeitsbeteiligung zum „Delta Rhine Corridor“ (DRC): Mülheimer KlimaBündnis bezieht Stellung zur geplanten CO2-Pipeline.

Führt der Weg zur Klimaneutralität tatsächlich über eine CO2-Pipeline? Das Mülheimer KlimaBündnis sieht diese Strategie kritisch, weil ein existentes Emissionsproblem damit nicht gelöst, sondern lediglich verlagert würde. So könnte bei den Emissionsverursacher*innen die Motivation zu einem wirklich ambitionierten Klimaschutz sinken, CO2-Bilanzen geschönt und unterm Strich gar mehr klimaschädliche Emissionen entstehen. 

Denn schon allein durch den Bau der etwa 200 Kilometer langen CO2-Pipeline, die das klimabelastende Gas aus der Rhein-Ruhr-Region über Duisburg und Mülheim an der Ruhr nach Venlo in den Niederlanden transportieren soll, dürfte mit hohen Emissionen verbunden sein. Zudem sehen die Planungen vor, für den Bau der Pipeline eine Schneise durch Wald- und Naturschutzgebiete beider Kommunen zu schlagen, um ihn möglichst billig zu halten. Doch der damit verbundene ökologische Schaden wird kaum benannt oder gar gegengerechnet. Ebenso würden Bürger*innen beider Städte während und auch nach den Baumaßnahmen, somit also dauerhaft, wichtige Erholungsräume verlieren, die zudem aktuell als natürliche CO2-Speicher und Klimaanlagen für die Stadtgebiete fungieren.

Aus Sicht des Bündnisses sollte all dies nicht unachtsam für einen möglichst billigen Bau der Pipeline geopfert werden, wenngleich es die Notwendigkeit einer solchen Infrastruktur sehr wohl anerkennt. Doch sollte die Trassenführung des DRC bereits anderweitig erschlossene Routen folgen und Naturräume meiden, auch wenn damit eine insgesamt längere Pipeline entsteht.

Somit hat sich das Mülheimer KlimaBündnis mit einer entsprechenden Stellungnahme zur Raumverträglichkeitsprüfung in die öffentliche Beteiligung zu diesem geplanten Projekt eingebracht, um diese wichtigen Fragen aufzuwerfen und im Interesse aller klären zu können.

Details finden sich HIER in der ausführlichen Stellungnahme.