2022 | © Mülheimer KlimaBündnis

Newsletter August 2026

GEMEINSAM | 2035 | KLIMANEUTRAL

12.08.2026

Der Newsletter des Mülheimer KlimaBündnisses richtet sich an seine Mitglieder und Abonnent*innen sowie an die Kommunalpolitik und lokale Medien.

Das jüngste Treffen.

Zwar war das Austauschtreffen im Juli schon im Schatten der Sommerpause. Doch Schatten war ob vieler heißer Klimathemen auch durchaus willkommen. Denn insbesondere Fragen zum Hitzeschutz und der Bedeutung städtischen Grüns hierfür standen im Blickpunkt der Runde. Gerade für Mülheim spielt dabei auch die Ruhr eine bedeutende Rolle. So hält es das Bündnis für erforderlich, in einen Hitzeschutzplan für die Bevölkerung auch den Schutz der urbanen Vegetation miteinzubeziehen, damit sie ihren Beitrag zur Klimaresilienz dauerhaft und verlässlich leisten kann. Mehr zum Mülheimer KlimaBündnis HIER.

Sommerohnmacht.

Der Sommer 2026 ist noch nicht zu Ende und hat jetzt schon alle Langzeitrekorde gebrochen, ob man nun die andauernde Trockenheit, die Anzahl und Ausmaße der diesjährigen Waldbrände, die extrem niedrigen Wasserstände der Flüsse oder die teils unerträglich aufgeheizten Innenstädte betrachtet. Die Natur und damit auch Gesellschaft und Wirtschaft kommen damit mehr und mehr an die Grenzen ihrer Belastbarkeit. Immerhin will sich die Regierung gelegentlich mal mit diesen Fragen beschäftigen. Denn Schwarzmalerei ist das nicht mehr, wie auch das Portal „Bild der Wissenschaft“ in einem Beitrag HIER analysiert und beleuchtet.

Trinkwasserversorgung unter Druck.

Was bis dato noch selbstverständlich scheint, könnte schon in naher Zukunft problematisch werden. Denn die Trinkwasserversorgung in Deutschland gerät zunehmend unter Druck, wenn die Rekordsommer sich immer häufiger die Klinke in die Hand geben. Mittlerweile blicken auf viele regionale Wasserversorger pessimistisch in die Zukunft. Denn bei Hitze und Trockenheit steigt die Nachfrage nach dem kühlen Nass aus der Leitung, während das Angebot sinkt. Teils sind auch Leitungen, Pumpen und Behälter der lokalen Netze gar nicht auf solche Spitzen ausgelegt, wie der ARD-Bericht der Tagesschau HIER zeigt.

Aufruf zum Bäume Wässern.

Dass wir in Zeiten von Trockenheit und Hitze gerade Wasser nachhaltig nutzen sollten, scheint klar. Doch was heißt das konkret? Der Mülheimer Verein „Wilde Biene“ ruft beispielweise zur Bewässerung der Stadtbäume auf, weil sie einen maßgeblichen Beitrag zur Klimatisierung leisten und damit wichtige Verbündete bei der Anpassung an den Klimawandel sind. Somit wird ein kommunales Monitoring und Bewässerungsmanagement für Stadtbäume immer wichtiger, um ihre Leistungsfähigkeit für die Klimaanpassung unserer Stadt dauerhaft aufrechterhalten zu können. HIER der Aufruf von „Wilde Biene“, der gerne auch weitergegeben werden darf. 

„Coole“ Schulhöfe für NRW.

Die Landesregierung will Schulhöfe in NRW hitzeresistenter machen und hat deswegen ein entsprechendes Investitionsprogramm aufgelegt. Durch entsprechende Maßnahmen sollen so Schüler*innen wie Lehrkräften Hitze-Alpträume erspart werden. Ohnehin ist hier Handlungsbedarf, soll der Schulbetrieb im Sommer auch in Zukunft keine größeren Einschränkungen erfahren und sichergestellt werden. Daher appellieren Bündnis 90/Die Grünen auch an die Bundesregierung, tätig zu werden. Details zum Investitionsprogramm des Landes von NRW-Wirtschaftsministerin Neubaur HIER auf Instagram. Und wer den Appell von Bündnis 90/Die Grünen unterstützen will, kann das HIER tun.

Nachhaltig für Mülheim.

Dinge, die vielleicht nur gelegentlich mal gebraucht werden, ließen sich eigentlich besser leihen als kaufen, Dinge, die defekt sind, besser reparieren als wegwerfen und neukaufen, wollen wir wertvolle Ressourcen schonen. Mit dieser Idee ist der Mülheimer Verein „Mollys Sustainable Life“ angetreten und bittet um Unterstützung der rein ehrenamtlich getragenen Arbeit. Auch viele Aktionen zum Klimaschutz stehen auf dem Programm des Vereins. Mehr zu den Aktivitäten HIER. Und spenden kann man HIER.

„Ich packe meinen Klima-Koffer ...“

… und was das alles reingehört, erklärt die Verbraucherzentrale NRW in ihrem gleichnamigen Projekt. Und der KlimaKoffer.nrw ist sowohl physisch als auch digital ordentlich unterwegs, etwa auf der Landesgartenschau in Neuss am 24.08.2026, wenn es ums Thema „Regen retten – Stadt begrünen“ geht. Am 27.08. widmet sich ein Online-Workshop dann dem Schutz vor Starkregen. Alles rund um den KlimaKoffer HIER.

Wohnraum richtig fördern.

Wer Wohnraum nachhaltig und klimafreundlich entwickeln und gestalten will, kommt um eine entsprechende Förderung nicht herum. NRW-Kommunen werden hierbei von der NRW.BANK unterstützt, auch Mülheim an der Ruhr. Die NRW.BANK stellt ein darüber hinaus ein umfassendes Dashboard-Angebot zur Verfügung, um die Förderung und ihre Wirkungen möglichst transparent zu machen. Gefördert werden im Übrigen sowohl Mietraum als auch Eigentum. Wie das in Mülheim aussieht, kann man HIER über den Filter des NRW.BANK Dashboards herausfinden.

Ruhrgebiet: Völlig (Regional-) planlos.

Über die juristische Hinfälligkeit des Regionalplans Ruhr als wichtiges Entwicklungs- und Gestaltungsinstrument für die Region hatten wir im Newsletter schon berichtet. Nun ist die umfängliche Urteilsbegründung des Oberverwaltungsgerichts NRW verfügbar. Und die hat es in sich. Von Fehlern bei der Öffentlichkeitsbeteiligung, veralteten Monitoringdaten und Defiziten in der Klimabetrachtung ist da die Rede. Wer es genauer wissen will, wird HIER fündig.

Rechtsfreier Raum „Umwelt“.

Nun, ganz so ist es in Deutschland sicher nicht. Dennoch sieht die Deutsche Umwelthilfe (DUH) das deutsche Umweltrecht unter Druck und in Gefahr, insbesondere durch Vorhaben der Bundesregierung. Die DUH listet zahlreiche Angriffe auf – vom Abbau von Umweltstandards, der Berufung auf höherrangiges Recht bis hin zum Demokratieverlust durch Einschränkungen bei der öffentlichen Beteiligung. Begründet wird dies vielfach mit Verfahrensbeschleunigungen. Einzelheiten finden sich im DUH-Bericht HIER. Er ist auch Basis einer Petition, die von der DUH gestartet wurde und HIER unterstützt werden kann.

Hochwasserrisiko in Mülheim.

Auch mit den Risikogebieten in Sachen Hochwasser hat sich die Deutsche Umwelthilfe (DUH) in ihrem jüngsten Hochwasserrisiko-Check Ende Juli HIER befasst. Bei den 400 analysierten Landkreisen und freien Städten steht Mülheim mit einem eher geringen Risiko relativ gut da und gehört so zu den 100 hochwassersichersten Kommunen. Doch zumeist liegt der Teufel im Detail. Bündnis- und Umweltausschussmitglied Thomas Hagemann hat HIER mal einen Blick hinter die Kulissen der DUH-Analyse geworfen.

Das nächste Treffen.

Das nächste Austauschtreffen des Mülheimer KlimaBündnisses findet am 24. August 2026, 18-20 Uhr, statt, diesmal als Videokonferenz auf der Plattform Jitsi. HIER der entsprechende Teilnahme-Link. Fragen, Anregungen und Ideen fürs Austauschtreffen könnt Ihr gerne HIER übersenden. AGENDA: 1. Formalien + Internes, 2. Integriertes Klimaschutzkonzept 2035, 3. Aus den kommunalen Gremien, 4. Aus den angeschlossenen Vereinen und Initiativen, 5. Ausblick aufs kommende Treffen + Verschiedenes. HINWEIS: Eine gesonderte Einladung erfolgt nicht mehr.

 

REDAKTIONSSCHLUSS für den Newsletter September 2026 ist der 10. September 2026.

 

Das Mülheimer KlimaBündnis bietet eine Plattform für Mülheimer Vereine, Verbände, Einrichtungen und Bürger*innen zum Austausch über Mülheims Weg in die Klimaneutralität bis 2035, der so konstruktiv begleitet und mitgestaltet werden soll. Die Initiator*innen gaben seinerzeit den Impuls zur Feststellung der Klimanotlage durch den Rat der Stadt im Juni 2020.

ANSPRECHPARTNER*INNEN

Michael Cremer, DAV | Axel Hercher, ADFC | Norbert Dieteren-Hilgendorf, Greenpeace | Anke Schniewind, Bürgerin | Dennis Vollmer, Initiative Saarnberg Siedlung

KONTAKT     klimabuendnis-mh@gmx.de

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