2022 | © Mülheimer KlimaBündnis

Newsletter Juni 2026

GEMEINSAM | 2035 | KLIMANEUTRAL

14.06.2026

Der Newsletter des Mülheimer KlimaBündnisses richtet sich an seine Mitglieder und Abonnent*innen sowie an die Kommunalpolitik und lokale Medien.

Das jüngste Treffen.

Im Austauschtreffen im Mai befasste sich der Kreis der Teilnehmenden u.a. mit dem geplanten A40-Ausbau, seine Auswirkungen auf die betroffenen Mülheimer Stadtteile und die öffentliche Beteiligung der Bürger*innen dort, die das Bündnis nach wie vor verbesserungswürdig sieht. Gleiches gilt auch für das Parkstadt-Projekt auf dem ehemaligen Speldorfer Tengelmann-Gelände. Auch Organisatorisches wurde erörtert. So wird das Bündnis die digitale Konferenz-Plattform wechseln und zukünftig Jitsi verwenden. Mehr zum Mülheimer KlimaBündnis HIER.

Stab(sstelle) weitergegeben.

Seit diesem Monat steht die Mülheimer Stabsstelle für Klimaschutz + Klimaanpassung unter neuer Leitung. Ulrike Marx hat den Staffelstab an Michael Mosebach weitergegeben, der seine Expertise als Klimaschutzmanager der Stadt Bonn einbringen wird, wo er zuvor tätig war. Das KlimaBündnis freut sich auf die weitere Zusammenarbeit und dankt auch Ulrike Marx für das konstruktive Miteinander in den vergangenen Jahren. Mehr zur Arbeit und den Angeboten der Stabsstelle HIER bei Instagram.

Vorzugsaktien für junges Gemüse.

So könnte man wohl das Angebot der Mülheimer Solawi (Solidarische Landwirtschaft Mülheim e.V.) treffend bezeichnen. Denn für den Zeitraum vom 16.07.-08.10.2026 bietet der Verein Interessierten sog. Sommeranteile an. Wer sich also mal im eigenbedarfsorientierten Gemüseanbau versuchen will und dabei auf das Knowhow der Solawi zurückgreifen möchte, sollte dieses Angebot nutzen. Wie die Solawi funktioniert, lässt sich HIER erfahren. Am 18.07.2026 lädt der Verein übrigens zu einer Ackerbesichtigung ein.

A40: Ausbaupläne hinterfragen.

Bleibt die Verkehrsplanung des Bundes in der Region so „großspurig“ wie es bisher den Anschein hat? Oder bringt der öffentliche Beteiligungsprozess doch noch den einen oder anderen Impuls, der weg vom alten Denken und Handeln nach dem kaum zukunftsfähigen Motto „Mehr Autos, mehr Straßen“ führt? Zumindest können die Bürger*innen noch bis zum 22.06.2026 HIER Ideen, Standpunkte und Meinungen äußern.

Alles wird morgen gut?

Mit dieser zentralen Frage befasste sich Anfang Juni facettenreich das „Gutes Morgen Festival“, das von der GLS Bank und der Stadt Bochum initiiert worden war. Dabei ging es nicht nur um Ideen zur klimaschonenden Quartiersentwicklung in den Städten, sondern um einen bunten Strauß an Nachhaltigkeitsthemen. So informierte bspw. das Tiefbauamt der Stadt über Möglichkeiten der Dachbegrünung und über den Einsatz von Baumrigolen. HIER einige Infos und Eindrücke zum Festival.

Katastrophen machen Schule.

Nach wie vor scheinen der Klimawandel und seine Folgen für die meisten weit weg. Doch gerade jüngeren Menschen werden damit mehr und mehr konfrontiert sein. Welche Katastrophen und Bedrohungen mit den durch den Menschen verursachten Klimaänderungen einhergehen, zeigt eine App des WDR, die jüngst Schüler*innen in Gevelsberg nutzten, um sich ein Bild machen zu können, etwa zu Waldbränden oder auch Überflutungen. Ein Bericht zu diesem „katastrophalen“ Schultag HIER.

Hitze-Check.

Dass unsere Städte nach wie vor massive Probleme haben, sich auf Hitze-Perioden im Sommer adäquat einzustellen, um sie abzufedern, ist kein Geheimnis. Flächenversieglung und mangelnde Begrünung bieten der Sonneneinstrahlung fast uneingeschränkte Möglichkeiten, Städte in Backöfen zu verwandeln. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat jüngst den „Hitze-Check“ gemacht, auch für Mülheim an der Ruhr. Details zu dieser Analyse HIER.

„Baumsterben“ in Mülheim.

Laut einer Analyse der Deutschen Umwelthilfe (DUH) hat unsere Stadt im Zeitraum 2018-2025 netto fast 4.200 Bäume verloren. Um sich auf die Folgen des Klimawandels richtig vorzubereiten und einzustellen, hätte eigentlich genau das Gegenteil der Fall sein sollen. Ein aktuelle Beschlussvorlage der Stadtverwaltung lässt sogar den Schluss zu, dass diese kritische Entwicklung ihre Fortsetzung findet, ohne die Gründe für die Baumabgänge wirklich zu beleuchten und diesem Nettoverlust im Baumbestand mit einer klaren Strategie entgegenzuwirken. HIER die Beschlussvorlage mit den Einzelheiten.

Nachhaltigkeit bei der Gartengestaltung.

Nicht zuletzt die Gärten haben für die Klimatisierung von Städten eine zentrale Bedeutung. Doch um diese Funktion auch nachhaltig ausüben und sichern zu können, bedarf es auch einer entsprechenden Gartengestaltung, z.B. durch den Verzicht auf das Einbringen von Torf. Welche alternativen Substrate es gibt und wie sie richtig eingekauft und verwendet werden, zeigt HIER die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe.

Größe zeigen ...

… und auch dafür entsprechend bezahlen – ein Ansatz, den nun die Stadt Aachen für die PKWs im Stadtraum verfolgt. Denn die Gebühren fürs Anwohner*innen-Parken in der Stadt könnten sich zukünftig an der Größe der Autos orientieren. So könnte Aachen nicht nur höhere Einnahmen erzielen, die wiederum gezielt für Klimaschutz und -anpassung eingesetzt werden können, bspw. zum Ausbau des ÖPNV, sondern mittel- und langfristig vielleicht sogar das PKW-Aufkommen senken. HIER der WDR-Bericht zu dieser Idee.

Altkleider als Rohstoffquelle.

Nach wie vor landet ein großer Teil der gesammelten Altkleider aus den unterschiedlichsten Gründen nach wie vor in Müllverbrennungsanlagen, nicht zuletzt auch deswegen, weil der Marktpreis das Recycling zu teuer erscheinen lässt. Ein Unternehmen in Hessen zeigt jetzt, dass es auch anders gehen könnte, und wirbt somit im Altkleidersegment für einen geschlossenen Wirtschaftskreislauf, der einen erheblichen Effekt für die Ressourcenschonung und den Klimaschutz hätte. Wie? Das zeigt der Bericht der Hessenschau HIER.

„Gebrauchte“ für den beschleunigten PV-Ausbau.

Dass Deutschlands Städte, darunter auch Mülheim an der Ruhr, beim Ausbau der Photovoltaik (PV) hinterherhinken, zeigte vor Kurzem HIER ein Bericht der Deutschen Umwelthilfe (DUH). Auch Mülheims Stadtverwaltung, Unternehmen und Privathaushalte unserer Stadt rüsten aus unterschiedlichsten Gründen zu langsam um, um Mülheims Klimaziele erreichen zu können, wie Thomas Hagemann vom Mülheimer KlimaBündnis HIER darlegt. Andererseits wird derzeit auch kein PV-Modul klimaneutral hergestellt. Fürs Startup-Unternehmen Better Sol ist das Anlass genug, gebrauchten Solarmodulen zu einem zweiten Leben zu verhelfen – und das zu durchaus attraktiven Konditionen, um den kommunalen PV-Ausbau nachhaltig beschleunigen zu können. Dazu HIER ein Artikel aus den VDI-Nachrichten (Verband Deutscher Ingenieur*innen).

Erst keine Kohle, jetzt kein Kies mehr.

Dem Regionalverband Ruhr (RVR) scheinen die Optionen auszugehen. Denn das Oberverwaltungsgericht Münster (OVG) folgt den Klagen von Kommunen und Bürger*innen gegen dessen Regionalplanung, die 17 neue Abgrabungsgebiete für Kies in einer Größenordnung für 900 Hektar (ca. 1.300 Fußballfelder) im Verbandsgebiet vorsah. Fazit: Der gesamte Regionalplan Ruhr ist damit unwirksam. Und das trifft dann auch die dem RVR angeschlossenen Gemeinden, also auch Mülheim und seine Planungsverfahren, z.B. Bebauungspläne. HIER zum Deutschlandfunk-Bericht über das OVG-Urteil und seine Auswirkungen.

Das nächste Treffen.

Das nächste Austauschtreffen des Mülheimer KlimaBündnisses findet am 22. Juni 2026, 18-20 Uhr, statt, diesmal als Videokonferenz auf der Plattform Jitsi. HIER der entsprechende Teilnahme-Link. Fragen, Anregungen und Ideen fürs Austauschtreffen könnt Ihr gerne HIER übersenden. AGENDA: 1. Formalien + Internes, 2. Integriertes Klimaschutzkonzept 2035, 3. Aus den kommunalen Gremien, 4. Aus den angeschlossenen Vereinen und Initiativen, 5. Ausblick aufs kommende Treffen + Verschiedenes. HINWEIS: Eine gesonderte Einladung erfolgt nicht mehr.

 
 
REDAKTIONSSCHLUSS für den Newsletter Juli 2026 ist der 10.Juli 2026.

 

Das Mülheimer KlimaBündnis bietet eine Plattform für Mülheimer Vereine, Verbände, Einrichtungen und Bürger*innen zum Austausch über Mülheims Weg in die Klimaneutralität bis 2035, der so konstruktiv begleitet und mitgestaltet werden soll. Die Initiator*innen gaben seinerzeit den Impuls zur Feststellung der Klimanotlage durch den Rat der Stadt im Juni 2020.

ANSPRECHPARTNER*INNEN

Michael Cremer, DAV | Axel Hercher, ADFC | Norbert Dieteren-Hilgendorf, Greenpeace | Anke Schniewind, Bürgerin | Dennis Vollmer, Initiative Saarnberg Siedlung

KONTAKT     klimabuendnis-mh@gmx.de

FACEBOOK    https://www.facebook.com/people/M%C3%BClheimer-Klimab%C3%BCndnis/61560746704799/

WEB         https://www.alpenverein-muelheim.de/naturschutz/M%C3%BClheimer%20KlimaB%C3%BCndnis