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Newsletter Oktober 2026

GEMEINSAM | 2035 | KLIMANEUTRAL

14.10.2026

Der Newsletter des Mülheimer KlimaBündnisses richtet sich an seine Mitglieder und Abonnent*innen sowie an die Kommunalpolitik und lokale Medien.

Das jüngste Treffen.

Das letzte Austauschtreffen wurde vom 28.09. auf den 05.10.2026 verschoben. Grund dafür war ein Informationsabend der Stadtverwaltungen zu den Planungen für die Parkstadt in Speldorf. Denn fürs Mülheimer KlimaBündnis ist die Parkstadt ein Schlüsselprojekt für die klimafreundliche Gestaltung der Stadt und damit ein Pilot für die Quartiersentwicklung mit Blick auf die Umsetzung des integrierten Klimaschutzkonzepts 2035. Mehr zum Beteiligungsprozess HIER, mehr zum Mülheimer KlimaBündnis HIER.

Geplanter A40-Ausbau im Diskurs.

Ende September war die Mülheimer Stadthalle Veranstaltungsort für den sogenannten Erörterungstermin zum geplanten A40-Ausbau, die zwischen dem Kreuz Kaiserberg und Essen-Frohnhausen sechsspurig werden soll. Viele Anwohner*innen, die jetzt noch auf einen baumbestandenen Grünstreifen blicken, werden danach vom Garten aus auf dekorative Lärmschutzwände aus Beton schauen können. Ein echter Fortschritt also … Oder doch nicht? Schließlich ginge es mit einer konsequenteren ÖPNV-Stärkung auch anders. Mehr zum Erörterungstermin im WDR-Bericht HIER.

Kaum Fortschritt beim Klimaschutz.

Insofern kam bei der Sitzung des Ausschusses für Klima, Umwelt und Landwirtschaft am 22.09.2026 kaum Begeisterung auf, als dort der Fortschrittsbericht zur Umsetzung des integrierten Klimaschutzkonzepts 2035 vorgestellt wurde. Ein weiterer Schwerpunkt der Sitzung waren Fragen und Anträge zur Hitzeanpassung, nachdem für Mülheims Bürger*innen der Begriff „Schmelztiegel der Kulturen“ im Hitze-Sommer 2026 eine neue Deutung erfuhr. Mehr zur Ausschusssitzung HIER im Bericht von KlimaBündnis-Vertreter Thomas Hagemann.

Geflügelte Invasion.

Migration ist auch im Tierreich derzeit ein heikles Thema. So verbreitet sich die asiatische Hornisse weiter rasant und gefährdet damit massiv heimische Arten. Zu sehen ist diese Invasion HIER auf einer Karte des Landesamts für Natur, Umwelt und Klima NRW (LANUK). Der Imkerverein Mülheim bittet die Bürger*innen weiter um Mithilfe. Sichtungen können HIER gemeldet werden. Die „vespa velutina“ kann übrigens gezielt angelockt werden, um ihr Vorkommen in der eigenen Umgebung feststellen zu können. Wie das geht, ist HIER beschrieben.

CO2-Pipeline durch Mülheims „grüne Lunge“?

So zumindest ist es angedacht. Denn das geplante Projekt der Open Grid Europe (OGE) sieht eine Trassenführung quer durch den Uhlenhorst, Mülheim größtes zusammenhängendes Waldgebiet, längs der Stadtgrenze zwischen Mülheim und Duisburg vor. CO2 soll so über die Niederlande in Lagerstätten in der Nordsee verbracht werden. Doch ist es sinnvoll, Teile eines natürlichen CO2-Speichers, kurz: Wald, zu opfern? In der Nachbarstadt Duisburg wurde schon am 11.10.2026 gegen das Projekt demonstriert. Ferner wird sich der Landtag NRW mit dem Projekt und der Trassenführung befassen, wie die Rundschau Duisburg HIER berichtet. In Mülheim formierte sich bei der städtischen Informationsveranstaltung am 09.10.2026 entsprechender Widerstand. Mehr dazu HIER. Details zur Öffentlichkeitsbeteiligung gibt es HIER.

Keine Angst vor Wärmepumpen.

Wer ein neues Heizsystem braucht, weil das alte den Geist aufgibt, kommt um das Thema Wärmepumpe nicht herum. Doch vielen ist dieses Thema immer noch nicht geheuer. Was können diese Geräte? Und wie aufwendig ist ihr Einbau? Mit dem entsprechenden Beitrag HIER will das Portal „sonnenseite.com“ praxisnah informieren und Ängste abbauen.

„Fuhrpark der Stille“.

Zumindest ist vom kommunalen Fuhrpark im aktuellen Fortschrittsbericht zur Umsetzung des integrierten Klimaschutzkonzepts 2035 kaum noch die Rede. Ist er etwa schon längst komplett klimaneutral aufgestellt, und wir haben es alle gar nicht gemerkt? Weit gefehlt! Denn Benziner mit 150 PS, wie sie vom städtischen Ordnungsamt gefahren werden, fallen wohl kaum in die Kategorie „klimaneutral“. Thomas Hagemann hat das Thema des städtischen Fuhrparks fürs KlimaBündnis HIER noch einmal aufgegriffen und bei der Stadtverwaltung nachgehakt.

Bürger*innen-Energie in Gefahr?

Deutschlandweit wird die Energiewende nicht zuletzt auch von vielen Bürger*innen getragen, die sich in Genossenschaften zusammengefunden haben, um lokal bspw. Wind- oder Solarparks zu finanzieren und zu realisieren. Doch die jüngsten Pläne des Bundeswirtschaftsministeriums greifen das Fundament dieses bürgerschaftlichen Engagements teils massiv an und stellen es damit in Frage. Auch die Deutsche Umwelthilfe (DUH) sieht hier eine entsprechende Gefahr und lädt am 19.10.2026 zu einem Online-Live-Talk ein. Wer interessiert ist, kann sich HIER informieren und anmelden.

Abschied mit Folgen.

Wenn die nationalen Öl- oder Gasreserven schrumpfen und die Energiepreise steigen, geht ein Aufschrei durchs Land. Doch was passiert, wenn die Mitteleuropas Süßwasserreserven in den Alpen schrumpfen? Und das taten sie im Sommer 2026 in einem bisher nicht gekannten Maße. Allein die Schweizer Gletscher gaben fünf Prozent ihres Volumens ab, Österreichs Gletscher in den letzten beiden Jahrzehnten gar ein Drittel. Dass ihr Schmelzwasser die allgemeine Wasserknappheit nicht mehr lange abmildern kann, zeigte auch der Pegelstand des Rheins sehr deutlich. Die Folgen sind dramatisch. Und sie lassen sich in letzter Konsequenz nicht allein mit Geld lösen. Ein Bericht des Europäischen Wirtschaftsdiensts (EUWID) zu den Folgen des Sommers für die Alpengletscher und ihre Trinkwasserdepotfunktion HIER.

Das nächste Treffen.

Das nächste Austauschtreffen des Mülheimer KlimaBündnisses findet am 26. Oktober 2026, 18-20 Uhr, statt, diesmal als Videokonferenz auf der Plattform Jitsi. HIER der entsprechende Teilnahme-Link. Fragen, Anregungen und Ideen fürs Austauschtreffen könnt Ihr gerne HIER übersenden. AGENDA: 1. Formalien + Internes, 2. Integriertes Klimaschutzkonzept 2035, 3. Aus den kommunalen Gremien, 4. Aus den angeschlossenen Vereinen und Initiativen, 5. Ausblick aufs kommende Treffen + Verschiedenes. HINWEIS: Eine gesonderte Einladung erfolgt nicht mehr.

 

REDAKTIONSSCHLUSS für den Newsletter November 2026 ist der 10. November 2026.

 

Das Mülheimer KlimaBündnis bietet eine Plattform für Mülheimer Vereine, Verbände, Einrichtungen und Bürger*innen zum Austausch über Mülheims Weg in die Klimaneutralität bis 2035, der so konstruktiv begleitet und mitgestaltet werden soll. Die Initiator*innen gaben seinerzeit den Impuls zur Feststellung der Klimanotlage durch den Rat der Stadt im Juni 2020.

 ANSPRECHPARTNER*INNEN

Michael Cremer, DAV | Axel Hercher, ADFC | Norbert Dieteren-Hilgendorf, Greenpeace | Anke Schniewind, Bürgerin | Dennis Vollmer, Initiative Saarnberg Siedlung

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