2022 | © Mülheimer KlimaBündnis

Newsletter September 2026

GEMEINSAM | 2035 | KLIMANEUTRAL

15.09.2026

Der Newsletter des Mülheimer KlimaBündnisses richtet sich an seine Mitglieder und Abonnent*innen sowie an die Kommunalpolitik und lokale Medien.

Das jüngste Treffen.

Beim Austauschtreffen im August versuchte das KlimaBündnis, das Sommerloch auszuleuchten. Wie gut ist Mülheim aufgestellt bei der Bewältigung von Trockenheit und Hitze? Welche Rolle wird der Klimaschutzbeirat der Kommune in Zukunft (noch) spielen? Und was bedeutet der Führungswechsel bei der Stabsstelle für Klimaschutz + Klimaanpassung für die weitere Umgestaltung der Stadt in Zeiten des Klimawandels? Viele dieser Fragen klären sich hoffentlich zeitnah!?! Mehr zum Mülheimer KlimaBündnis HIER.

Mülheims „Graue Energie“ nutzen.

Dazu hatten das Mülheimer KlimaBündnis und „Architects for Future“ (A4F) schon mehrfach und nachdrücklich aufgerufen. Denn mehr oder minder hängen fast ein Drittel aller Emissionen am Bausektor. Nun unterstützen beide ganz konkret eine diesbezügliche Initiative von Anwohner*innen der Siedlung Lerchen-/Boverstraße, die jüngst eine entsprechende Petition gestartet haben. Die braucht natürlich Zuspruch von möglichst vielen. Die Einzelheiten HIER.

Hitze und Gesundheit.

Das Deutsche Ärzteblatt berichtet über eine Langzeitstudie in Chicago. Wichtige Erkenntnisse: Notaufnahmen und Ambulanzen müssen sich während und nach Extremhitzeereignissen auf eine erhöhte Anzahl an Patient*innen vorbereiten, die sich mit Dehydrierung und Nierenerkrankungen vorstellen. Auch andere, nicht immer „hitzetypische“ Erkrankungen traten vermehrt auf. Darunter befanden sich Hautausschläge, Nierenversagen, MS, psychische Erkrankungen, Insektenstiche und Verkehrsunfälle. Weitere Informationen und Hintergründe HIER.

Balkonkraftwerke „puffern“?

Dass Stromspeicher ein wichtiger Baustein für die effiziente Nutzung von Solar- und Windenergie sind und zudem noch die Preisturbulenzen dämpfen könnten, ist wohl unzweifelhaft. Aber geht das auch mit Balkonkraftwerken? Tatsächlich gibt es erste Lösungen für dieses Problem. So könnten auch kleine Anlagen auf Balkonen oder Garagendächern in Zukunft besser genutzt werden. Doch noch steckt diese Entwicklung in den Kinderschuhen. HIER eine Analyse und Bewertung der Stiftung Warentest.

Sozialer Wohnungsbau …

… ist nicht nur für uns Menschen von größer werdender Bedeutung, wollen wir die Gesellschaft und ihren Zusammenhalt stärken und widerstandsfähig machen. Auch Bienen benötigen Unterstützung beim Wohnungsbau, spielen sie doch eine wichtige, wenn nicht sogar zentrale Rolle für unsere Natur. In einem Workshop auf Zeche Zollverein am 19.09.2026 lässt sich so einiges über den Bau und das Einrichten Nisthilfen für Wildbienen erfahren. Mehr Informationen HIER.

Mal so richtig was (auf-) reißen?

Wer wissen möchte, wie das geht, ist beim Ministerium für Umwelt, Natur + Verkehr NRW (MUNV) richtig. Denn das MUNV startet die Entsiegelungsinitiative.NRW. Die Auftaktveranstaltung ist bereits am 17.09.2026 vorgesehen und findet online über die Plattform Webex statt. Erstes Ziel der Initiative ist es, bis 2030 wieder auf das Niveau von 2024 zu kommen, was ein erster Schritt, sicherlich aber noch nicht das Ende des notwendigerweise zu gehenden Wegs wäre. Mehr zur Initiative des MUNV und dem Landesamt für Natur, Umwelt + Klima NRW (LANUK) HIER.

Klima ins Grundgesetz?

Das war zuletzt eine heiß und kontrovers diskutierte Frage. Politik und Zivilgesellschaft zeigten sich gleichermaßen uneinig. Doch sind eine gesunde Umwelt und Natur nicht die Basis unseres Lebens, im wahrsten Sinne der Grund, auf dem wir stehen? Sieht man es so, sollte sich das auch in unserer Verfassung, dem Grundgesetz wiederfinden. Bündnis 90/Die Grünen haben dementsprechend eine diesbezügliche Initiative gestartet. Wer sich hierzu informieren und den Aufruf mittragen möchte, wird HIER fündig.

Der Preis ist heiß ...

… und enorm hoch, den unsere Wirtschaft für die jüngste Hitzewelle auf den Tisch legen muss. Greenpeace hat mal einen Blick auf die Folgekosten geworfen. Die Analyse beziffert die durch den Hitzesommer entstandenen volkswirtschaftlichen Schäden auf 36 bis 42 Milliarden Euro. Das entspricht etwa 0,8 bis 0,9 Prozent der jährlichen deutschen Wirtschaftsleistung. Und es sind noch nicht alle Daten ausgewertet. Wer aber schon einmal in die Auswertung reinschauen möchte, kann das HIER tun.

Sei’s drum ...

Schon vor Dekaden diskutierte die Wissenschaft über die Kipppunkte der globalen Öko-Systeme, die unsere Erde zu einem perfekten Ort fürs Leben haben werden lassen. Mittlerweile dreht sich die Diskussion bereits um die Frage, welche Latten wir schon gerissen haben und welche Folgen das nicht zuletzt für den Menschen haben wird, wenn das Klima kippt. Die dreiteilige arte-Dokumentation „Fuck the Planet“ stellt die Frage: Ist das Klima noch zu retten? Möglicherweise finden sich ja HIER ein paar Antworten

Apotheken im Hitzestress.

Der Beratungsbedarf in Apotheken steigt bei Hitze dramatisch. Das betrifft auch die Wirkungsweisen von Arzneimitteln bei erhöhten Temperaturen oder Vorsorgemaßnahmen. Zusätzlich stellt Hitze ein relevantes Problem beim Versand und der Lagerung von Arzneimitteln dar – von der Lieferung vom pharmazeutischen Großhandel über den Direktbezug vom Hersteller bis zur Auslieferung durch eigene Botendienste an die Kund*innen. Versandapotheken wurden bei der Studie des Marktforschungs- und Beratungsunternehmens IFH Köln allerdings nicht betrachtet. Der ausführliche Artikel im Deutschen Ärzteblatt HIER.

Richtig ins Bild setzen …

… lassen will sich die Landesregierung NRW über die Naturschönheiten im Land und ruft deswegen unter dem Motto „Unsere Heimat: NRW sucht die schönsten Naturfotos“ auf, die Natur im Lande aufs Korn zu nehmen, vor die Linse zu bekommen und so richtig in Szene zu setzen. Denn wer sie kennt, wird sie auch schützen wollen, weil sie fasziniert. Kleiner Tipp: Auch Mülheim hat einiges an Kulisse für diesen Wettbewerb zu bieten. Wie man mitmachen kann, lässt sich HIER in Erfahrung bringen.

Das nächste Treffen.

Das nächste Austauschtreffen des Mülheimer KlimaBündnisses findet am 28. September 2026, 18-20 Uhr, statt, diesmal als Videokonferenz auf der Plattform Jitsi. HIER der entsprechende Teilnahme-Link. Fragen, Anregungen und Ideen fürs Austauschtreffen könnt Ihr gerne HIER übersenden. AGENDA: 1. Formalien + Internes, 2. Integriertes Klimaschutzkonzept 2035, 3. Aus den kommunalen Gremien, 4. Aus den angeschlossenen Vereinen und Initiativen, 5. Ausblick aufs kommende Treffen + Verschiedenes. HINWEIS: Eine gesonderte Einladung erfolgt nicht mehr.

 

REDAKTIONSSCHLUSS für den Newsletter Oktober 2026 ist der 10. Oktober 2026.

 

Das Mülheimer KlimaBündnis bietet eine Plattform für Mülheimer Vereine, Verbände, Einrichtungen und Bürger*innen zum Austausch über Mülheims Weg in die Klimaneutralität bis 2035, der so konstruktiv begleitet und mitgestaltet werden soll. Die Initiator*innen gaben seinerzeit den Impuls zur Feststellung der Klimanotlage durch den Rat der Stadt im Juni 2020.

 ANSPRECHPARTNER*INNEN

Michael Cremer, DAV | Axel Hercher, ADFC | Norbert Dieteren-Hilgendorf, Greenpeace | Anke Schniewind, Bürgerin | Dennis Vollmer, Initiative Saarnberg Siedlung

KONTAKT     klimabuendnis-mh@gmx.de

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