Das Mülheimer KlimaBündnis schlägt daher vor:
1. Entwicklung von Leitlinien: Politik und Verwaltung sollen für den Bauturbo klare Leitlinien formulieren, um die Beteiligung der Öffentlichkeit und von Bürger*innen zu erleichtern, insbesondere aber auch potenziellen Investor*innen klare Eckpunkte für ihre Planungen zu kommunizieren, um Planungssicherheit herzustellen. Diesbezüglichen Verwerfungen wie im sog. Parkstadt-Projekt in Mülheim-Speldorf könnten so in Zukunft vermieden werden.
2. Emissionsbilanzierung: Konkret bezogen auf das aktuelle Planverfahren Parsevalstraße (sog. Ventus-Quartier) in Mülheim-Raadt könnte das bspw. bedeuten, dass sowohl die Baumaßnahmen als auch der spätere Betrieb der Wohn- und Geschäftseinheiten konsequent und umfassend emissionsbilanziert werden, um eine sichere Einschätzung zu den Klimawirkungen solcher Vorhaben zu bekommen, die für die Handhabung späterer, ähnlich gelagerter Projekte mehr Sicherheit geben würde.
3. Strukturierung der Öffentlichkeitsbeteiligung erleichtert die Arbeit der Verwaltung: Schlussendlich könnte auch die öffentliche Beteilung an solchen Verfahren belebt werden, wenn betroffene Bürger*innen lebensnähere Informationen erhalten und Fragenfelder für ihre Beteiligung konkretisiert und formuliert werden. So könnte im Ergebnis mehr Transparenz, aber auch mehr Struktur in der Beteiligung der Öffentlichkeit entstehen und sie nachhaltig fördern, was sich letztlich auch positiv auf die Arbeit der Stadtverwaltung auswirken würde, weil auch sie dadurch mehr Planungssicherheit erfährt.
4. Einbindung der etablierten Verfahren in die Quartiersentwicklung: Wenn dann solche Planverfahren selbstverständlich in eine übergreifende, nach entsprechenden Leitlinien ausgerichtete Quartiersentwicklung eingebunden sind, erleichtert dies auch die Einbeziehung lokaler Akteur*innen und Unternehmen, die ihre Expertisen einbringen können, etwa bei der Wärme- und Energieversorgung.